Verordnung/Prüfungsordnung Handelsfachwirt

Wichtige Inhalte verständlich erklärt

Die wichtigsten Inhalte der Verordnung / Prüfungsordnung in Kurzform:

  • Die schriftliche Prüfung muss bestanden sein (mind. 50%) § 3 Absatz 4
  • Die mündliche Prüfung unterteilt sich in eine Präsentation, die 15 Minuten dauern soll (§ 3 Absatz 5) und ein Fachgespräch, das 20 Minuten dauern soll (§ 3 Absatz 8)
  • Das Thema für die mündliche Prüfung ist vom Teilnehmer selbst zu wählen und am zweiten Tag der schriftlichen Prüfung einzureichen (§ 3 Absatz 9)
  • Das Thema soll der betrieblichen Praxis entsprechen (§ 3 Absatz 8)
  • Das gewählte Thema muss 2 Handlungsbereiche umfassen, von denen einer Unternehmensführung oder Personal und der andere aus Marketing, Beschaffung oder einem Vertiefungsfach kommen muss (§ 3 Absatz 8)
  • Der Prüfling muss in der mündlichen Prüfung nachweisen, dass er ein Problem aus der betrieblichen Praxis erkennen, analysieren und lösen kann (§ 1 Absatz 2)
  • Das Fachgespräch geht mit 1/3 und die Präsentation mit 2/3 in die Note für die mündliche Prüfung ein (§ 6 Absatz 1)
  • Das Ergebnis der mündlichen Prüfung geht zu 50% in die Gesamtnote ein (§ 6 Absatz 2)

 

Wichtige Inhalte der Verordnung / Prüfungsordnung für die mündliche Prüfung
§ 3 Gliederung und Durchführung der Prüfung

(7) Nach Ablegen der schriftlichen Teilprüfung wird innerhalb eines Jahres die mündliche Teilprüfung durchgeführt

(8) Anhand der Präsentation nach Absatz 5 soll nachgewiesen werden, dass eine komplexe Problemstellung der betrieblichen Praxis erfasst, angemessen dargestellt, beurteilt und gelöst werden kann. Die Themenstellung muss sich dabei jeweils auf einen Handlungsbereich nach den Absätzen 3 (Unternehmensführung und Personal) und 4 (Beschaffung, Marketing oder ein Vertiefungsfach) beziehen. Dabei soll die Dauer der Präsentation 15 Minuten betragen.

(9) Das Thema der Präsentation wird vom Prüfungsteilnehmer oder der Prüfungsteilnehmerin gewählt und mit einer Kurzbeschreibung dem Prüfungssauschuss am Tag der zweiten schriftlichen Prüfung eingereicht.

(10) Im situationsbezogenem Fachgespräch nach Absatz 5 soll ausgehend von der Präsentation die Fähigkeit nachgewiesen werden, betriebspraktische Probleme zu analysieren und Lösungsmöglichkeiten unter Beachtung der maßgeblichen Einflussfaktoren zu entwickeln, zu bewerten und zu vertreten. Dabei soll auch die Fähigkeit nachgewiesen werden, angemessen zu kommunizieren und sachgerecht zu argumentieren. Das Fachgespräch soll nicht länger als 20 Minuten dauern.

§ 6 Bewerten der Prüfungsleistungen und Bestehen der Prüfung

(1) Die Prüfungsleistungen in den schriftlichen Teilprüfungen nach § 3 Absatz 3 und 4 sowie in der mündlichen Teilprüfung nach § 3 Absatz 5 und 7 bis 10 sind jeweils gesondert nach Punkten zu bewerten und auszuweisen. Die Punktebewertung für das Ergebnis der schriftlichen Prüfungsleistung ist gleichgewichtig aus den beiden schriftlichen Leistungen zu bilden. Bei der Bewertung der mündlichen Teilprüfung ist das situationsbezogene Fachgespräch nach § 3 Absatz 5 und 10 gegenüber der Präsentation nach § 3 Absatz 5, 8 und 9 doppelt zu gewichten.

(2) Die Gesamtnote ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Ergebnisse der schriftlichen und der mündlichen Teilpüfung

(3) Die Prüfung ist bestanden, wenn in den schriftlichen Teilprüfungen und in der mündlichen Teilprüfung jeweils mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden

§ 7 Wiederholung der Prüfung

(1) Jede Teilprüfung, die nicht bestanden ist, kann zweimal wiederholt werden.

(2) Die Anmeldung zur Wiederholung einer Teilprüfung muss spätestens zwei Jahre nach dem Tag der nicht bestandenen Teilprüfung erfolgen. Die Anmeldung kann sich auch darauf richten, dabei bestandene Teilprüfungen zwei Jahre nach dem Tag der bestandenen Teilprüfung einmal zu wiederholen. Werden bestandene Prüfungsleistungen erneut geprüft, gilt in diesem Fall das Ergebnis der letzten Teilprüfung.