Verordnung/Prüfungsordnung Immobilienfachwirt

Wichtige Inhalte verständlich erklärt

Verordnung Pruefungsordnung - Verordnung Immobilienfachwirt

Wichtige Punkte der Verordnung für den Immobilienfachwirt (mündliche Prüfung) in Kurzform:

  • Die schriftliche Prüfung muss bestanden sein (mind. 50%) (§ 3 Absatz  5)
  • Die mündliche Prüfung unterteilt sich in eine Präsentation, die 10 Minuten dauern soll (§ 3 Absatz 7) und ein Fachgespräch, das 20 Minuten dauern soll (§ 3 Absatz 9)
  • Das Thema für die mündliche Prüfung ist vom Teilnehmer selbst zu wählen und am ersten Tag der schriftlichen Prüfung einzureichen (§ 3 Absatz 6)
  • Das Thema soll der betrieblichen Praxis (des Prüflings) entsprechen (§ 3 Absatz 7 + 9)
  • Das gewählte Thema muss 2 Handlungsbereiche umfassen (§ 3 Absatz 7)
  • Im Fachgespräch können auch alle anderen Handlungsbereiche thematisiert werden (§ 3 Absatz 9)
  • Der Prüfling muss in der mündlichen Prüfung nachweisen, dass er ein Problem aus der betrieblichen Praxis erkennen, analysieren und lösen kann (§ 3 Absatz 7)
  • Das Fachgespräch geht mit 1/3 und die Präsentation mit 2/3 in die Note für die mündliche Prüfung ein (§ 6 Absatz 1)
  • Das Ergebnis der mündlichen Prüfung geht zu 50% in die Gesamtnote ein (§ 6 Absatz 2)

Inhalte der Verordnung / Prüfungsordnung für die mündliche Prüfung

§ 3 Gliederung und Durchführung der Prüfung

(5) Wurden in nicht mehr als zwei schriftlichen Prüfungsleistungen mangelhafte Prüfungsleistungen erbracht, ist in diesen Handlungsbereichen jeweils eine mündliche Ergänzungsprüfung anzubieten. Bei einer oder mehreren ungenügenden Leistungen besteht diese Möglichkeit nicht. Die Ergänzungsprüfung soll anwendungsbezogen durchgeführt werden und je Ergänzungsprüfung in der Regel nicht länger als 15 Minuten dauern. Die Bewertungen der schriftlichen Prüfungsleistung und der mündlichen Ergänzungsprüfung werden zu einer Note zusammengefasst. Dabei wird die Bewertung der schriftlichen Prüfungsleistung doppelt gewichtet.
(6) Die mündliche Prüfung gliedert sich in eine Präsentation und ein Fachgespräch.
(7) In der Präsentation soll nachgewiesen werden, dass eine komplexe Problemstellung der betrieblichen Praxis dargestellt, beurteilt und gelöst werden kann. Die Themenstellung kann sich auf alle Handlungsbereiche nach Absatz 1 beziehen. Die Dauer der Präsentation soll dabei zehn Minuten nicht überschreiten.
(8) Das Thema der Präsentation wird von der zu prüfenden Person gewählt und dem Prüfungsausschuss bei der ersten schriftlichen Prüfungsleistung eingereicht.
(9) Ausgehend von der Präsentation soll in dem Fachgespräch nachgewiesen werden, dass Berufswissen in immobilienbetriebstypischen Situationen angewendet und sachgerechte Lösungen vorgeschlagen werden können. In diesem Rahmen soll auch nachgewiesen werden, dass angemessen mit Gesprächspartnern innerhalb und außerhalb des Unternehmens kommuniziert werden kann. Über das für die Präsentation gewählte Thema hinaus kann sich das Fachgespräch auch auf alle übrigen Handlungsbereiche nach Absatz 1 beziehen. Das Fachgespräch soll in der Regel 20 Minuten nicht überschreiten.
(10) Die Bewertung der Präsentation und des Fachgesprächs werden zu einer Note zusammengefasst. Dabei wird das Fachgespräch doppelt gewichtet.
(11) Die mündliche Prüfung nach Absatz 6 ist nur durchzuführen, wenn in den Prüfungsleistungen nach Absatz 4 mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden.

 

§ 6 Bewerten der Prüfungsleistungen und Bestehen der Prüfung

(1) Jede Prüfungsleistung ist nach Maßgabe der Anlage 1 mit Punkten zu bewerten.

(2) In der Prüfung sind als Prüfungsleistungen zu bewerten:

1. die schriftlichen Prüfungen nach § 3 Absatz 3,
2. die mündliche Prüfung in Form eines
a) Fachgesprächs nach § 3 Absatz 6 sowie
b) einer Präsentation nach § 3 Absatz 6.

Aus den einzelnen Bewertungen des Fachgesprächs und der Präsentation ist als zusammengefasste Bewertung der mündlichen Prüfung das gewichtete arithmetische Mittel zu berechnen. Dabei sind die Bewertungen wie folgt zu gewichten:

1. die Bewertung des Fachgesprächs mit zwei Dritteln und
2. die Bewertung der Präsentation mit einem Drittel.

§ 9 Wiederholung der Prüfung

(1) Ist eine Prüfung nicht bestanden, kann sie zweimal wiederholt werden.
(2) Wer auf Antrag an einer Wiederholungsprüfung teilnimmt und sich innerhalb von zwei Jahren, gerechnet vom Tag der Beendigung der nicht bestandenen Prüfung an, dazu anmeldet, ist von einzelnen Prüfungsleistungen zu befreien, wenn die dort in einer vorangegangenen Prüfung erbrachten Leistungen mindestens ausreichend sind. Der Antrag kann sich auch darauf richten, bestandene Prüfungsleistungen einmal zu wiederholen. Werden bestandene Prüfungsleistungen erneut geprüft, gilt in diesem Fall das Ergebnis der letzten Prüfung.

Hier geht es weiter zum Kapitel 3